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H2-Kart-Race

Ein besonderes Highlight des h2-netzwerk-ruhr war das erste Wasserstoffrennen am 16. Juli 2011, das in Kooperation mit der Emschergenossenschaft durchgeführt wurde. Sieben Azubi-Teams verschiedener Unternehmen traten nach monatelanger Vorbereitung gegeneinander an, um die Praxistauglichkeit der H2-Technik auch unter Extrembedingungen eindrucksvoll zu demonstrieren.

Vollgas ohne Gestank und Lärm. Wäre da nicht das Reifenquietschen in den Kurven gewesen, hätte man das Rennen kaum wahrgenommen. "Wir sehen heute, wo es in Zukunft hingehen wird." Mit diesen Worten eröffnete NRW-Wissenschaftsministerin und Schirmherrin des Projektes, Svenja Schulze, das erste H2-Kart-Race Deutschlands. Monatelang hatten sich die Azubis von sieben Teams auf diesen Tag vorbereitet. Aufgabe war es, über einen Zeitraum von mehreren Monaten ein für alle Teilnehmer gleiches Elektro-Kart mit einer Brennstoffzelle  und einem Wasserstoffspeicher auszurüsten. Dabei wurden Standard-Komponenten verwendet, die aber genügend Raum für Kreativität und eigene Entwicklungen boten. Begleitet wurden die Ausbildungsbetriebe durch die Ruhr-Universität Bochum (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.) und dem TÜV Nord, der sich um alle sicherheitsrelevanten Fragen kümmerte.

Welche Herausforderungen bietet dieses Projekt?

Die Aufgabenstellung für die Azubi-Teams umfasste sowohl eine Planungs- und Konzeptionsphase, die Systemintegration und Testphasen als auch eine umfangreiche Dokumentation und die individuelle Herstellung des Kart-Designs. In den eigentlichen Rennkategorien wie "Qualifying", "Hauptrennen I & II" sowie einem abschließenden "Reichweitenren­nen" erfolgte der Praxistest. Dabei waren nicht nur die technischen Umsetzungen sondern auch das fahrerische Geschick für die Platzierung ausschlaggebend.

Um 12.30 Uhr des 16. Julis 2011 war es dann endlich so weit: Nach einem Fahrer-Briefing und einigen Einführungsrunden, die Nachwuchsrennfahrer Lucas Wolf im Twin-Kart absolvierte, ging es dann mit dem Qualifying los. Das Team der Stadtwerke Düsseldorf konnte dieses souverän für sich entscheiden. Auch das erste Hauptrennen gewann Chris Witting aus Düsseldorf. Auf dem zweiten Platz folgte das Team der RAG. Das anschließende zweite Hauptrennen startete dann in umgekehrter Reihenfolge. Von Startplatz 7 kämpfte Chris sich innerhalb der 15 Runden auf Platz 2 vor. Sieger war diesmal das Team der RAG.

Für das Reichweitenrennen erfolgte ein Wechsel der Wasserstoffflaschen. Jedes Team musste nun 30 Minuten mit einer nur noch mit 50 Bar gefüllten Flasche über die Runden kommen. Am besten gelang dieses erneut dem Team der RAG, welches auch den Gesamtsieg erzielen konnte.